Kurzrezensionen: Mama; Paprika; The Perks of Being a Wallflower

Mama (2013): Die Schwestern Lilly und Victoria kehren nach fünf Jahren Leben in der Wildnis in die Zivilisation zurück und werden von ihrem Onkel Lucas (durch Game of Thrones bekannt: Nikolaj Coster-Waldau) und seiner Partnerin Annabel (Jessica Chastain) adoptiert. Schnell stellt sich heraus, dass die jungen Mädchen nicht alleine überlebt haben: Ein Geisterwesen, die titelgebende Mama, agiert als übereifriger Beschützer. Der kanadische Horrorfilm wirbt  vor allem mit dem Namen Guillermo del Toro, dieser war als ausführender Produzent des Films tätig. Dennoch ist Mama weder stilistisch, noch in irgendeiner anderen, Weise originell. Die Handlung ist hanebüchen und belanglos, die Darsteller haben wenig zu tun, die Schockeffekte wirken bemüht und sind meist vorhersehbar. Wo die erste Hälfte des Films immerhin noch mit solider Atmosphäre aufwarten kann, wird dieser Trumpf spätestens mit der Enthüllung des (unfassbar albernen) CGI-Monsters aus der Hand gegeben.

Wertung: 4/10

Paprika (2006): Eine neue Erfindung mit dem Namen DC Mini erlaubt das nacherleben und analysieren von Träumen, etwa als therapeutische Maßnahme. Der Prototype wird gestohlen, der unbekannte Dieb manipuliert mit der Maschine Menschen und treibt diese sogar in den Wahnsinn. Die Psychologin Chiaba (und ihr Alter Ego Paprika) und der von seiner Vergangenheit geplagte Polizist Konakawa heften sich an seine Fersen. In im wahrsten Sinne des Wortes traumhaften Bildern erzählt der Animationsfilm von Satoshi Kon eine faszinierende Geschichte um Wahrheit, Identität und die Macht von Geschichten. Stellenweise fast überbordender Ideenreichtum und unbändige Kreativität trösten über die wenigen Schwächen, etwa die dünn charakterisierte und ausgestaltete Antagonisten-Figur, ohne große Schwierigkeiten hinweg.

Wertung: 8/10

The Perks of Being a Wallflower (2012): Basierend auf dem Roman gleichen Namens erzählt The Perks of Being a Wallflower die Coming-of-Age Geschichte des introvertierten High School-Anfängers Charlie und seiner Freundschaft zu den Stiefgeschwistern Sam und Patrick. Die im besten Fall als traditionell zu bezeichnende Handlung profitiert von sympathischen Figuren, solider Darstellerleistung und einem guten Händchen beim Soundtrack. Das Drehbuch jongliert etwas zu viele Themen und Handlungs-Stränge gleichzeitig – nicht alle bekommen die Aufmerksamkeit und den Abschluss den sie verdienen. Adoleszente aller Altersklassen werden sich im sicherlich zeitlosen Stoff wiederfinden.

Wertung 7/10

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