Media Monday #152

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1. Ein toller Film, der unter der Regie eines/einer Anderen gnadenlos gescheitert wäre: Prinzipiell glaube ich, dass jeder gute Film auch immer an die spezifische Vision seines Regisseurs gebunden ist. Je stärker die persönliche Stimme eines Filmemachers ist, desto schwerer kann ich mir ihre Filme aus der Hand eines anderen vorstellen. Ein gutes Beispiel sind für mich die Filme von Jean-Pierre Melville wie Vier im roten Kreis, die wohl ohne Melvilles Sinn für Inszenierung recht austauschbare Genrekost geworden wären.

2. Der mitunter verstörendste Film, den ich je gesehen habe ist Once Upon a Time in America, weil Sergio Leone hier versucht, eine Vergewaltigung als Akt der Liebe darzustellen.

3. Godzilla ist wieder da und die Meinungen gehen weit auseinander. Welches (Film-)Monster sollte man eurer Meinung nach mal wieder aus der Versenkung holen?

Margret Thatcher? Gerne auch in Angriff der 20-Meter-Frau Dimensionen.

4. Zu In the Loop von Armando Iannucci hätte ich ja gerne eine Fortsetzung gesehen, weil Peter Capaldi als Malcom Tucker, sowohl in der Serie The Thick of It, als auch im Film, einfach brillant ist. Durch das fluide Wesen der politischen Landschaft Großbritanniens besteht immer ausreichend neuer Stoff für die Autoren. Gerade mit dem Erstarken von UKIP gibt es auch neue Gründe für wütende Schimpftiraden.

5. Ich glaube ja, von Alex Bohs wird man in den nächsten Jahren noch viel hören, denn obwohl der Regisseur, Drehbuchautor und Cutter noch in seinen frühen Zwanzigern ist, hat er bereits sehr reife Kurzfilme mit prägnantem Stil und einer klaren Handschrift gedreht. Seine aktuellste Produktion, der über Kickstarter finanzierte Film Mum, sollte man sich unbedingt ansehen. 

6. Wäre ich eine Comic-Figur, dann wohl am ehesten Scott Pilgrim, weil wir im gleichen Alter sind, in mittelmäßig bis schlechten Indie-Bands Bass spielen und schlecht sitzende Frisuren haben. Und für das große Heldentum sind wir wohl auch beide nicht geschaffen. .

7. Meine zuletzt gesehene Serienstaffel war Hannibal, Staffel 2 und die war ziemlich albern, weil die Serie überwiegend aus inhaltsleeren Nonsens-Dialogen besteht, dafür aber unfassbar talentierte Leute für alle optischen Facetten der Sendung anstellt. In einer kruden Mischung aus aus Procedural und Serial werden Zitate und Figuren von Thomas Harris durcheinander geworfen, dass dem Zuschauer Hören und Sehen vergeht. Eine merkwürdige Erfahrung, zugleich vollkommen absurd, als auch auf merkwürdige faszinierend. 

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2 Gedanken zu “Media Monday #152

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