Media Monday #160

 

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1. Einmal einen Tag auf Recht und Ordnung pfeifen: Mit dem Bösewicht Freddy Krüger würde ich gerne einmal die Plätze tauschen, denn wer die Träume seiner Mitmenschen besuchen kann, erfährt viel über sie. Man muss ja nicht immer gleich Alle umbringen. Obwohl…

2. Ein gelungenes Prequel macht für mich aus, dass es eine eigene Geschichte findet, die es sich lohnt zu erzählen. Oft wirken solche Filme zu bemüht sich in die Kontinuität eines Filmuniversums einzufügen, als das Raum für etwas eigenes bleibt. Ein gutes Prequel läuft nicht stur Figuren und Schauplätze für die Fans ab, sondern steht auf eigenen Füßen.

3. Wohingegen ich mir von einem Sequel erhoffe, dass es die bestehenden Figuren und die Welt um sie herum konsequent weitererzählen. Dabei ist dieser Reflex, um jeden Preis den ersten Teil übertreffen zu wollen, um dem Zuschauer vermeintlich mehr zu bieten, äußerst gefährlich. Zuletzt hat mir The Raid 2 gezeigt, dass man im Versuch zu wachsen auch schnell aus den Augen verlieren kann, was den Vorgänger so gut gemacht hat.

4. Ich ärgere mich richtiggehend, dass ich noch immer nicht dazu gekommen bin, mir Synecdoche, New York   zu Gemüte zu führen, denn ich halte alle Beteiligten (Charlie Kaufman, Philip Seymour Hoffman etc.) für äußerst Talentiert. Kritik und Publikum waren überwiegend positiv gestimmt, und das Konzept klingt äußerst interessant.

5. Maleficent hat mich richtiggehend überrascht, zumal Angelina Jolie zuvor selten durch interessantes, eigenständiges Schauspiel aufgefallen ist. Dass sie ausgerechnet in einem Disney-Realfilm aufblühen würde, und der Film gleichzeitig eine kluge Reflektion Disney bezüglich ihrer eigenen Vergangenheit darstellen sollte, damit konnte nun wirklich Keiner Rechnen.

6. Das letzte Mal, dass ich mit einer Empfehlung so richtig fies auf die Nase gefallen bin, war The Monster Squad. Was als clever 80er Jahre Horrorkomödie angepriesen wurde stellt es als lahmes Familienkino ohne Witz heraus.

7. Zuletzt gelesen habe ich Vor dem Fest von  Saša Stanišić  und das war sehr unterhaltsam , weil der Roman eine kluge Mischung aus Milieustudie, Geschichtsbuch, Experiment und Konvention ist. Stanišić schreibt präzise, spielt fantasievoll mit der deutschen Sprache und findet faszinierende neue Bilder für bekannte Phänomene.

Die ursprünglichen Fragen/ andere Teilnehmer gibt es hier.

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